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23. Februar 2012
 
03.02.11
Sanierungsscheck NEU: Chance verpasst!

„Das große Potential, das in der Modernisierung von Heizungsanlagen liegt, wurde weitgehend ignoriert.“ Ist sich Ing. Michael Mattes, Bundesinnungsmeister der Installateure, sicher. Anstatt mit einem bundeseinheitlichen Fördersystem einen attraktiven Anreiz zu geben, endlich die neuesten Errungenschaften der Technik in den österreichischen Heizungskellern bzw. auf den Dächern  zum Einsatz zu bringen, wurde der finanzielle Anreiz auf € 1.500,- reduziert und die Koppelung an die Sanierung der Außenhülle beibehalten.

 

Dies ist für Fachleute wie Mattes völlig unverständlich, da die Erneuerung der Heizungsanlage im Einfamilienhaus rund 30 % an Energieeinsparung  -  bei Einsatz von Hybridlösungen sogar 45 %  - erzielt. Durch die thermische Sanierung der Außenhülle gemäß den Richtlinien der Wohnbauförderung wird mit einer Ersparnis von 30 % Ersparnis gerechnet.

 

Warum nunmehr eine eigene Förderschiene für den Fenstertausch, bei dem bereits die rechnerische Einsparung von nur 15 % des Wärmebedarfes ausreicht, eingeführt wurde, wird in der ministeriellen Aussendung nicht erklärt.

 

Da die Erneuerung der Heizungsanlagen spätestens nach 20 Jahren erfolgen muss, die Sanierung der Gebäudehülle jedoch nur alle 50 bis 100 Jahre erfolgt, ist eine strikte Koppelung dieser beiden Maßnahmen nicht zielführend.

 

Die Bundesinnung fordert daher eine Modifikation der Durchführungsbestimmungen, um auch all jenen Haushalten die geförderte Möglichkeit zur Energie- (und Kosten-) –ein-sparung zu bieten, die sich die bis zu 6 x teurere Sanierung der Gebäudehülle (bei gleichem Einsparungseffekt!) nicht sofort leisten können, sondern in sinnvollen Schritten vorangehen wollen (müssen). Bei ca. 600.000 Heizungen, die derzeit saniert werden sollten, wäre ein ungeheures Energiesparpotential bei niedriger Einstiegshürde gegeben, das nicht leichtfertig ungenutzt bleiben sollte.


 
 
 
   
 
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